Mops: typische Krankheiten, Symptome und Vorsorge
Der Mops zählt zu den beliebtesten Begleit- und Familienhunden. Sein freundliches Wesen, seine enge Bindung an seine Menschen und sein ausgeglichener Charakter machen ihn zu einem treuen Begleiter. Gleichzeitig bringt sein kompakter Körperbau einige gesundheitliche Besonderheiten mit sich, die Besitzer kennen sollten.
Vor allem Atemwegsprobleme, Augen- und Hauterkrankungen sowie Übergewicht gehören zu den häufigeren Gesundheitsthemen dieser Rasse. Darüber hinaus kommen beim Mops bestimmte neurologische Erkrankungen häufiger vor als bei vielen anderen Hunderassen.
Nicht jeder Mops entwickelt gesundheitliche Beschwerden. Verantwortungsvolle Zucht, ein gesundes Körpergewicht, regelmäßige Bewegung und eine gute tierärztliche Betreuung können dazu beitragen, Risiken zu reduzieren und Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Krankheiten beim Mops häufiger auftreten können, welche Warnzeichen Sie kennen sollten und welche Möglichkeiten der Vorsorge bestehen.
Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Atemnot, Krampfanfällen, starken Schmerzen oder anderen akuten Beschwerden sollte Ihr Hund umgehend tierärztlich untersucht werden.
Mops im Überblick
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Herkunft | China |
| FCI-Gruppe | Gesellschafts- und Begleithunde |
| Schulterhöhe | ca. 25–33 cm |
| Gewicht | ca. 6–8 kg |
| Lebenserwartung | etwa 12–15 Jahre |
| Bewegungsbedarf | Mittel |
| Fellpflege | Gering |
| Geeignet für | Familien, Senioren, Wohnungshaltung |

Gesundheitsprofil des Mopses
| Gesundheitsbereich | Relevanz | Warum? |
|---|---|---|
| Atemwege | Sehr hoch | Kurzköpfige Hunde leiden häufiger unter Atemproblemen (BOAS). |
| Augen | Hoch | Hervorstehende Augen sind empfindlicher gegenüber Verletzungen und Reizungen. |
| Haut | Hoch | Hautfalten können Entzündungen begünstigen. |
| Übergewicht | Hoch | Zusätzliche Kilos verschlechtern Atmung und Beweglichkeit. |
| Gelenke | Mittel | Patellaluxationen und Gelenkprobleme kommen vor. |
| Neurologische Erkrankungen | Mittel | Die Mops-Enzephalitis (PDE) ist eine seltene, aber rassetypische Erkrankung. |
Warum treten bestimmte Krankheiten beim Mops häufiger auf?
Der Mops gehört zu den brachyzephalen (kurzköpfigen) Hunderassen. Die verkürzte Schnauze und die besondere Kopfform verleihen ihm sein typisches Aussehen, können jedoch gleichzeitig die Atmung erschweren und die Wärmeregulation beeinträchtigen.
Auch die hervorstehenden Augen sowie die ausgeprägten Hautfalten erhöhen das Risiko für bestimmte Erkrankungen. Darüber hinaus tritt beim Mops mit der Mops-Enzephalitis (Pug Dog Encephalitis, PDE) eine seltene neurologische Erkrankung auf, die nahezu ausschließlich bei dieser Rasse beschrieben wird.
Viele Möpse führen trotz dieser rassetypischen Besonderheiten ein aktives und glückliches Leben. Umso wichtiger ist es, erste Warnzeichen rechtzeitig zu erkennen.
Gut zu wissen: Lautes Atmen oder starkes Schnarchen werden beim Mops häufig als normal angesehen. Tatsächlich können sie Hinweise auf behandlungsbedürftige Atemwegsprobleme sein.
Die häufigsten Krankheiten beim Mops
Brachyzephales Atemwegssyndrom (BOAS)
Durch die verkürzte Schnauze und verengte Atemwege fällt vielen Möpsen das Atmen schwerer als anderen Hunderassen. Besonders bei Wärme oder körperlicher Belastung kann dies zu deutlichen Einschränkungen führen.
Mögliche Warnzeichen
- lautes Atmen
- starkes Schnarchen
- schnelle Erschöpfung
- Würgen
- Atemnot
- blau verfärbte Zunge bei Belastung
➡️ Weiterlesen: Atemprobleme beim Hund
📌 Ist das starke Hecheln bei meinem Mops normal?
Viele Möpse hecheln schneller als andere Hunde.
Kommt es jedoch bereits bei geringer Belastung oder normalen Temperaturen zu Atemnot oder starker Erschöpfung, sollte dies tierärztlich untersucht werden.
Augenprobleme
Die großen, hervorstehenden Augen sind empfindlicher gegenüber Verletzungen, Austrocknung und Reizungen.
Typische Warnzeichen
- tränende Augen
- häufiges Blinzeln
- Rötungen
- Ausfluss
- Reiben der Augen
- eingetrübte Hornhaut
➡️ Weiterlesen: Augenprobleme beim Hund
Hautfaltenentzündung
Feuchtigkeit und Schmutz können sich in den Hautfalten sammeln und Entzündungen begünstigen.
Mögliche Symptome
- Rötungen
- unangenehmer Geruch
- nässende Haut
- Juckreiz
- häufiges Kratzen
➡️ Weiterlesen: Hautprobleme beim Hund
Patellaluxation
Beim Mops kann die Kniescheibe leichter aus ihrer normalen Position springen. Je nach Ausprägung führt dies zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.
Mögliche Hinweise
- plötzliches Hüpfen auf drei Beinen
- kurzes Anziehen eines Hinterbeins
- Lahmheit
- verminderte Bewegungsfreude
➡️ Weiterlesen: Patellaluxation beim Hund
Mops-Enzephalitis (PDE)
Die Mops-Enzephalitis (Pug Dog Encephalitis) ist eine seltene, aber schwerwiegende entzündliche Erkrankung des Gehirns, die nahezu ausschließlich bei Möpsen beschrieben wird. Die genaue Ursache ist bislang nicht vollständig geklärt; vermutlich spielen genetische Faktoren eine wichtige Rolle.
Mögliche Warnzeichen
- Krampfanfälle
- Orientierungslosigkeit
- Kreisbewegungen
- Verhaltensänderungen
- Sehstörungen
- Bewusstseinsstörungen
Da ähnliche Symptome auch andere Ursachen haben können, ist eine schnelle tierärztliche Abklärung besonders wichtig.
➡️ Weiterlesen: Epilepsie und neurologische Erkrankungen beim Hund
Frühe Warnzeichen beim Mops
Viele gesundheitliche Probleme entwickeln sich schleichend und werden zunächst als „typisch für einen Mops“ angesehen. Tatsächlich sollten Veränderungen der Atmung, der Augen oder des Bewegungsverhaltens immer aufmerksam beobachtet werden.
Achten Sie insbesondere auf folgende Warnzeichen:
- Ihr Mops atmet ungewöhnlich laut oder schnarcht auch im Wachzustand.
- Er ermüdet bereits nach kurzen Spaziergängen.
- Er hechelt übermäßig, obwohl es nicht besonders warm ist.
- Die Augen tränen dauerhaft oder wirken gerötet.
- Hautfalten riechen unangenehm oder sind entzündet.
- Er humpelt oder zieht zeitweise ein Hinterbein an.
- Er wirkt plötzlich orientierungslos.
- Krampfanfälle oder Muskelzuckungen treten auf.
- Er meidet Bewegung oder wirkt ungewöhnlich ruhig.
- Sein Gewicht nimmt deutlich zu.
Gut zu wissen: Viele Möpse zeigen Atemprobleme bereits in jungen Jahren. Je früher Einschränkungen erkannt und tierärztlich beurteilt werden, desto besser lässt sich die Lebensqualität häufig verbessern.
Gesund leben mit einem Mops
Der Mops profitiert besonders von einem Alltag, der Bewegung, Gewichtskontrolle und den Schutz vor Überhitzung miteinander verbindet.
Bewegung
Regelmäßige Bewegung ist wichtig, sollte aber immer an die körperlichen Möglichkeiten des Hundes angepasst werden.
Geeignet sind beispielsweise:
- mehrere kurze Spaziergänge
- Nasenarbeit
- Suchspiele
- leichtes Tricktraining
- ruhige Spielphasen
Lange Wanderungen oder intensive Laufeinheiten sind für viele Möpse weniger geeignet.
Hitze vermeiden
Durch die eingeschränkte Atmung kann der Mops seine Körpertemperatur schlechter regulieren.
Achten Sie besonders auf:
- Spaziergänge in den kühlen Morgen- oder Abendstunden,
- ausreichend Trinkwasser,
- schattige Aufenthaltsorte,
- keine körperliche Belastung in der Mittagshitze,
- niemals im geschlossenen Auto warten lassen.
Gewicht kontrollieren
Übergewicht verschlechtert die Atmung zusätzlich und belastet Gelenke sowie Herz-Kreislauf-System.
Ein gesundes Körpergewicht gehört deshalb zu den wichtigsten Voraussetzungen für einen möglichst aktiven und beschwerdefreien Alltag.
Hautfalten pflegen
Kontrollieren Sie regelmäßig:
- Rötungen,
- Feuchtigkeit,
- unangenehmen Geruch,
- nässende Hautstellen.
Eine regelmäßige Pflege kann helfen, Hautreizungen frühzeitig zu erkennen.
Augen schützen
Die hervorstehenden Augen sind empfindlich gegenüber Verletzungen.
Kontrollieren Sie regelmäßig:
- Tränenfluss,
- Rötungen,
- Verletzungen,
- häufiges Blinzeln,
- Eintrübungen.
5 typische Fehler von Mops-Besitzern
1. Atemprobleme als „normal“ ansehen
Nicht jedes Schnarchen ist harmlos. Deutliche Atemgeräusche oder schnelle Erschöpfung sollten tierärztlich untersucht werden.
2. Spaziergänge bei großer Hitze
Möpse überhitzen deutlich schneller als viele andere Hunderassen.
Bereits mäßig warme Sommertage können zur Belastung werden.
3. Übergewicht unterschätzen
Schon wenige zusätzliche Kilogramm verschlechtern Atmung, Beweglichkeit und Belastbarkeit erheblich.
4. Hautfalten nicht regelmäßig kontrollieren
Feuchtigkeit und Schmutz fördern Hautentzündungen.
Regelmäßige Pflege gehört deshalb zur Gesundheitsvorsorge.
5. Neurologische Auffälligkeiten ignorieren
Krampfanfälle, Orientierungslosigkeit oder plötzliche Verhaltensänderungen sollten immer tierärztlich abgeklärt werden.
Wann sollte Ihr Mops zum Tierarzt?
Eine tierärztliche Untersuchung ist insbesondere sinnvoll, wenn Ihr Hund:
- deutlich schlechter Luft bekommt,
- wiederholt Atemnot zeigt,
- starke Atemgeräusche entwickelt,
- plötzlich lahmt,
- Krampfanfälle zeigt,
- auffällige Veränderungen an den Augen entwickelt,
- Hautfalten stark entzündet sind,
- Kreislaufprobleme oder Zusammenbrüche zeigt,
- sich sein Verhalten deutlich verändert.
Wichtig: Atemnot, Hitzschlag oder Krampfanfälle sind Notfälle und sollten sofort tierärztlich behandelt werden.
Regeneration und Wohlbefinden
Nach Operationen, orthopädischen Erkrankungen oder anderen gesundheitlichen Problemen benötigt auch der Mops ausreichend Zeit zur Regeneration. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, richtet sich nach der jeweiligen Diagnose und sollte mit der behandelnden Tierärztin oder dem behandelnden Tierarzt abgestimmt werden.
Je nach Situation können unter anderem hilfreich sein:
- Physiotherapie,
- angepasstes Bewegungstraining,
- Gewichtsmanagement,
- ausreichend Ruhephasen,
- kontrollierter Muskelaufbau.
Einige Hundehalter nutzen ergänzend physikalische Anwendungen wie die BEMER Dog Line, um das allgemeine Wohlbefinden und die Regeneration ihres Hundes zu unterstützen. Sie ersetzt jedoch keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.
Häufige Fragen zum Mops (FAQ)
Welche Krankheiten treten beim Mops besonders häufig auf?
Zu den häufiger beobachteten Gesundheitsthemen gehören Atemwegsprobleme (BOAS), Augenprobleme, Hautfaltenentzündungen, Patellaluxationen und die seltene Mops-Enzephalitis.
Warum haben viele Möpse Atemprobleme?
Durch die verkürzte Schnauze und die anatomischen Besonderheiten der Atemwege fällt vielen Möpsen das Atmen schwerer, insbesondere bei Hitze oder körperlicher Belastung.
Ist starkes Schnarchen normal?
Leichte Atemgeräusche kommen häufig vor. Starkes Schnarchen, Atemnot oder schnelle Erschöpfung sollten jedoch tierärztlich abgeklärt werden.
Wie oft sollten Hautfalten kontrolliert werden?
Am besten täglich oder zumindest mehrmals pro Woche. So lassen sich Entzündungen frühzeitig erkennen und behandeln.
Ist jeder Mops von einer Mops-Enzephalitis betroffen?
Nein. Die Erkrankung ist insgesamt selten. Da sie jedoch fast ausschließlich bei Möpsen beschrieben wird, sollten neurologische Auffälligkeiten wie Krampfanfälle oder Verhaltensänderungen immer tierärztlich abgeklärt werden.
Das könnte Sie ebenfalls interessieren
Möchten Sie sich intensiver über einzelne Erkrankungen oder Möglichkeiten zur Unterstützung Ihres Hundes informieren? In unseren weiterführenden Ratgebern finden Sie ausführliche Informationen zu Diagnostik, Behandlung, Prävention und Regeneration.
Häufige Krankheiten
- Atemprobleme beim Hund
- Augenprobleme beim Hund
- Hautprobleme beim Hund
- Patellaluxation beim Hund
- Epilepsie und neurologische Erkrankungen beim Hund
Häufige Symptome
- Atemnot beim Hund
- Starkes Hecheln beim Hund
- Lahmheit beim Hund
- Krampfanfälle beim Hund
Regeneration & Unterstützung
Weitere Hunderassen entdecken
Interessieren Sie sich auch für die gesundheitlichen Besonderheiten anderer Hunderassen?
In unserer Übersicht der Hunderassen und typischen Krankheiten finden Sie Informationen unter anderem zu:
- Labrador Retriever
- Golden Retriever
- Deutscher Schäferhund
- Dackel
- Border Collie
- Berner Sennenhund
- Französische Bulldogge
- Australian Shepherd
- Beagle