Was ist Mikrozirkulation?
Die Mikrozirkulation bezeichnet den Blutfluss in den kleinsten Blutgefäßen des Körpers – den sogenannten Kapillaren. Über diese feinen Gefäße gelangen Sauerstoff und Nährstoffe bis in jede einzelne Zelle, während Stoffwechselprodukte wieder abtransportiert werden.
Für Hunde und Katzen ist eine gut funktionierende Mikrozirkulation eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Muskeln, Gelenke, Haut, Organe und das Nervensystem optimal versorgt werden. Sie spielt deshalb unter anderem bei Regeneration, Beweglichkeit, Wundheilung und dem allgemeinen Wohlbefinden eine wichtige Rolle.
Viele Tierhalter beschäftigen sich erstmals mit dem Begriff, wenn ihr Hund langsamer aufsteht, die Katze weniger aktiv wird oder die Erholung nach Belastungen länger dauert. Die Mikrozirkulation ist dabei selten die eigentliche Ursache einer Erkrankung – sie kann aber ein wichtiger Baustein für die Unterstützung des Körpers sein.
Medizinischer Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Schmerzen oder gesundheitlichen Auffälligkeiten sollte Ihr Tier immer tierärztlich untersucht werden.
1. Problem: typische Anzeichen
Die Mikrozirkulation selbst verursacht keine direkten Symptome. Auffällig werden meist Veränderungen, die viele unterschiedliche Ursachen haben können.
Dazu gehören beispielsweise:
- Ihr Hund oder Ihre Katze wirkt weniger bewegungsfreudig als früher.
- Das Aufstehen nach dem Liegen fällt schwerer.
- Nach Spaziergängen oder Spielphasen dauert die Erholung länger.
- Ältere Tiere schlafen deutlich mehr und wirken schneller erschöpft.
- Nach Operationen oder Verletzungen scheint die Regeneration langsamer zu verlaufen.
- Manche Tiere ziehen sich zurück oder vermeiden bestimmte Bewegungen.
Diese Veränderungen bedeuten nicht automatisch, dass die Mikrozirkulation gestört ist. Sie zeigen jedoch, dass sich eine genauere Untersuchung lohnt.
Wann sollte ihr Tier zum Tierarzt?
Bitte suchen Sie zeitnah eine Tierarztpraxis auf, wenn
- sich der Zustand innerhalb kurzer Zeit verschlechtert.
- plötzlich starke Schmerzen auftreten,
- Ihr Tier lahmt,
- neurologische Auffälligkeiten auftreten,
- Fieber oder Atemprobleme hinzukommen,
- starke Schwellungen entstehen,

2. Welche Faktoren beeinflussen die Mikrozirkulation?
Die Mikrozirkulation verändert sich ständig und wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Eine eingeschränkte Mikrozirkulation ist keine eigenständige Erkrankung, sondern häufig eine Folge des Alters, bestimmter Erkrankungen oder äußerer Einflüsse.
Folgende Faktoren können die Mikrozirkulation unter anderem beeinflussen:
Alter
Mit zunehmendem Alter verlieren Blutgefäße an Elastizität und ihre Regulation kann nachlassen. Dadurch werden Gewebe teilweise weniger effizient mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.
Bewegungsmangel
Bewegung regt die Durchblutung an. Fehlt regelmäßige Aktivität, werden Muskeln und Gewebe häufig schlechter durchblutet.
Erkrankungen
Chronische Erkrankungen wie Arthrose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen oder Entzündungen können die Gewebeversorgung beeinträchtigen und den Sauerstoffbedarf erhöhen.
Verletzungen und Operationen
Nach Verletzungen oder chirurgischen Eingriffen benötigt der Körper eine besonders gute Versorgung des Gewebes, um Heilungsprozesse optimal zu unterstützen.
Übergewicht
Übergewicht belastet den gesamten Organismus und kann sich auch ungünstig auf die Gefäßfunktion und den Stoffwechsel auswirken.
Stress
Anhaltender Stress beeinflusst zahlreiche Körperfunktionen – darunter auch die Regulation der Blutgefäße. Ausreichende Ruhephasen sind deshalb ein wichtiger Bestandteil der Regeneration.
Wichtig: Nicht jede eingeschränkte Mikrozirkulation führt zu sichtbaren Beschwerden. Gleichzeitig sind Beschwerden nicht automatisch auf die Mikrozirkulation zurückzuführen. Deshalb sollte immer die zugrunde liegende Ursache abgeklärt werden.
3. Wie lässt sich eine eingeschränkte Mikrozirkulation erkennen?
Die Mikrozirkulation selbst lässt sich weder sehen noch fühlen. Auch typische Symptome gibt es nicht. Deshalb gehört sie nicht zur routinemäßigen Diagnostik in der Tierarztpraxis.
Der Tierarzt beurteilt zunächst den allgemeinen Gesundheitszustand Ihres Hundes oder Ihrer Katze und sucht nach möglichen Ursachen für die Beschwerden.
Je nach Situation können dazu gehören:
- eine ausführliche Anamnese
- eine allgemeine klinische Untersuchung
- die Beurteilung von Beweglichkeit und Gangbild
- eine orthopädische oder neurologische Untersuchung
- Blutuntersuchungen
- bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall
Spezielle Verfahren zur direkten Messung der Mikrozirkulation – beispielsweise die Laser-Doppler-Flowmetrie oder die Kapillarmikroskopie – werden überwiegend in der Forschung und in speziellen medizinischen Fragestellungen eingesetzt und gehören derzeit nicht zur Standarddiagnostik in der Tiermedizin.
Steht die Grunderkrankung fest, kann gemeinsam mit dem Tierarzt entschieden werden, welche Maßnahmen sinnvoll sind, um die Regeneration und die Gewebeversorgung bestmöglich zu unterstützen.

4. Lösungsübersicht: Wie lässt sich Mikrozirkulation verbessern?
Bewegung
Regelmäßige, dem Alter und Gesundheitszustand angepasste Bewegung gehört zu den wichtigsten natürlichen Möglichkeiten, die Durchblutung zu unterstützen. Durch Muskelarbeit wird die Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen gefördert. Wichtig ist jedoch, Überlastungen zu vermeiden.
Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme
Eine ausreichende Wasseraufnahme unterstützt den normalen Blutfluss und trägt dazu bei, dass Gewebe optimal versorgt werden kann. Gerade ältere Tiere trinken häufig zu wenig und sollten deshalb besonders beobachtet werden.
Gesundes Körpergewicht
Übergewicht belastet den gesamten Organismus und kann sich auch auf die Gefäßfunktion auswirken. Ein gesundes Körpergewicht erleichtert die Bewegung und unterstützt viele natürliche Stoffwechselprozesse.
Physiotherapie und Massage
Tierphysiotherapie, Massagen und gezielte Bewegungsübungen können die lokale Durchblutung fördern, verspannte Muskulatur lockern und die Regeneration unterstützen. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt immer von der jeweiligen Diagnose ab.
Ruhe und Regeneration
Nicht nur Bewegung, sondern auch ausreichende Erholungsphasen sind wichtig. Während der Regeneration laufen zahlreiche Reparatur- und Stoffwechselprozesse ab, für die eine gute Gewebeversorgung benötigt wird.
Tierärztliche Behandlung
Ist die Mikrozirkulation infolge einer Erkrankung beeinträchtigt, sollte immer die zugrunde liegende Ursache behandelt werden. Die Unterstützung der Mikrozirkulation kann eine Therapie sinnvoll ergänzen, ersetzt sie jedoch nicht.
BEMER zur Unterstützung der Mikrozirkulation
Die BEMER-Technologie wurde speziell entwickelt, um die eingeschränkte Mikrozirkulation durch ein patentiertes physikalisches Signal zu stimulieren. Für Hunde gibt es mit der BEMER Dog Line eine speziell entwickelte Produktlinie. Für Katzen existiert derzeit kein eigenes Produkt. Viele Tierhalter und BEMER-Partner nutzen die Dog Line jedoch auch bei Katzen mit angepasster Intensität und berichten von positiven Erfahrungen. Wissenschaftliche Studien speziell an Katzen liegen bislang noch nicht vor.
Wenn Sie wissen möchten, ob eine BEMER-Anwendung für Ihren Hund oder Ihre Katze sinnvoll sein könnte, beraten wir Sie gerne unverbindlich.
5. Studien und Quellen zur Mikrozirkulation bei Tieren
Die Bedeutung einer funktionierenden Mikrozirkulation für die Versorgung von Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen ist seit vielen Jahren wissenschaftlich belegt. In der Veterinärmedizin beschäftigen sich zahlreiche Arbeiten mit der Rolle der Gewebedurchblutung bei Wundheilung, Regeneration und kritischen Erkrankungen.
Mikrozirkulation und Gewebeversorgung
Cooper ES, Silverstein DC (2021)
Fluid Therapy and the Microcirculation in Health and Critical Illness
Übersichtsarbeit zur Bedeutung der Mikrozirkulation bei Tieren. Die Autoren erläutern, warum eine ausreichende Mikrozirkulation entscheidend für den Sauerstoff- und Nährstofftransport in das Gewebe ist und weshalb Veränderungen der Mikrozirkulation nicht immer an Blutdruck oder Herzfrequenz erkennbar sind.
Wundheilung und Durchblutung bei Hund und Katze
Bohling MW et al. (2004)
Cutaneous Wound Healing in the Cat: A Macroscopic Description and Comparison with Cutaneous Wound Healing in the Dog
In dieser experimentellen Studie wurde unter anderem die Hautdurchblutung mittels Laser-Doppler-Perfusionsmessung untersucht. Die Autoren zeigten deutliche Unterschiede der Wundheilung zwischen Hund und Katze sowie die Bedeutung einer guten Gewebeperfusion.
Bedeutung der Gewebeversorgung für die Heilung
Bohling MW et al. (2006)
Comparison of the Role of the Subcutaneous Tissues in Cutaneous Wound Healing in the Dog and Cat
Diese Untersuchung zeigt, dass eine verminderte Gewebeperfusion mit einer langsameren Wundheilung verbunden sein kann. Die Studie unterstreicht die wichtige Rolle einer intakten Mikrozirkulation für Regeneration und Heilungsprozesse.
Überblick zur Wundheilung in der Veterinärmedizin
Lux CN (2022)
Wound Healing in Animals – A Review of Physiology and Clinical Evaluation
Aktuelle Übersichtsarbeit zur Physiologie der Wundheilung bei Tieren. Sie beschreibt die Bedeutung von Durchblutung, Sauerstoffversorgung und Gewebeversorgung für den normalen Heilungsverlauf.
Einordnung der Studien
Die Mikrozirkulation ist ein wichtiger Bestandteil der normalen Physiologie und spielt unter anderem bei Wundheilung, Regeneration und Organfunktion eine zentrale Rolle.
Gleichzeitig gilt: Eine eingeschränkte Mikrozirkulation ist meist nicht die Ursache einer Erkrankung, sondern kann deren Verlauf beeinflussen. Aus diesem Grund ist die positive Beeinflussung der Mikrozirkulation z.B. durch BEMER ein Bestandteil – sie ersetzt jedoch nicht die Behandlung durch den Tierarzt.
6. FAQ Mikrozirkulation bei Tieren
Kann BEMER die Mikrozirkulation meines Hundes oder meiner Katze unterstützen?
Die BEMER-Technologie wurde speziell entwickelt, um die eingeschränkte Mikrozirkulation zu stimulieren. Für Hunde gibt es mit der BEMER Dog Line eine eigene Produktlinie. Für Katzen existiert derzeit kein spezielles BEMER-System. Viele Tierhalter nutzen jedoch die Dog Line auch bei Katzen mit angepasster Intensität und berichten von positiven Erfahrungen. Wissenschaftliche Studien speziell an Katzen stehen bislang noch aus.
Kann sich die Mikrozirkulation bei älteren Hunden und Katzen verschlechtern?
Ja. Mit zunehmendem Alter können die Elastizität der Blutgefäße und die Fähigkeit zur Regulation der Durchblutung nachlassen. Dadurch werden Gewebe und Muskeln teilweise weniger effizient mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Dies ist ein natürlicher Alterungsprozess und kann sich unter anderem auf Beweglichkeit, Regeneration und Vitalität auswirken.
Welche Erkrankungen können mit einer eingeschränkten Mikrozirkulation zusammenhängen?
Eine verminderte Mikrozirkulation ist keine eigenständige Erkrankung, kann aber bei verschiedenen Gesundheitsproblemen eine Rolle spielen. Dazu gehören beispielsweise Arthrose, chronische Entzündungen, Wundheilungsstörungen oder die Erholung nach Operationen. Ob die Mikrozirkulation tatsächlich beeinflusst ist, kann nur im Rahmen einer tierärztlichen Untersuchung beurteilt werden.
Welche Rolle spielt Bewegung für die Mikrozirkulation?
Regelmäßige, dem Alter und Gesundheitszustand angepasste Bewegung fördert die allgemeine Durchblutung und unterstützt den Stoffwechsel von Muskeln und Gewebe. Besonders bei älteren Hunden und Katzen kann moderate Aktivität dazu beitragen, die körperliche Fitness möglichst lange zu erhalten. Wichtig ist jedoch, Überlastungen zu vermeiden.
Kann Stress die Mikrozirkulation beeinflussen?
Ja. Anhaltender Stress kann verschiedene Körperfunktionen beeinflussen – unter anderem die Regulation der Blutgefäße. Deshalb gehören ausreichend Ruhephasen, ein stressarmes Umfeld und genügend Erholung ebenfalls zu einer ganzheitlichen Unterstützung der Gesundheit von Hund und Katze.
Für welche Tiere kann eine Unterstützung der Mikrozirkulation besonders interessant sein?
Viele Tierhalter interessieren sich für das Thema bei Senioren, Sporthunden, Tieren in der Regeneration nach Operationen oder bei chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates. Welche Maßnahmen im Einzelfall sinnvoll sind, hängt jedoch immer vom Gesundheitszustand des Tieres ab. Eine individuelle Beratung und gegebenenfalls eine tierärztliche Untersuchung sind daher empfehlenswert.
Woran merke ich, ob meine Katze die Anwendung mag?
Katzen zeigen sehr deutlich, was ihnen guttut und was nicht. Viele Halter beobachten, dass ihre Katze nach einigen Anwendungen freiwillig die BEMER-Decke aufsucht oder sich entspannt darauf legt. Dieses Verhalten kann als positives individuelles Signal gewertet werden, ersetzt jedoch keine tierärztliche Beurteilung.
Kann man die Mikrozirkulation messen?
Ja, in der Forschung und teilweise auch in der Humanmedizin kommen spezielle Verfahren wie die Laser-Doppler-Flowmetrie oder die Kapillarmikroskopie zum Einsatz. Diese Untersuchungen gehören jedoch nicht zur routinemäßigen Diagnostik in der Tierarztpraxis. Meist wird die Durchblutung indirekt anhand des Gesundheitszustands und weiterer Untersuchungsbefunde beurteilt.
Kann ich BEMER vor einem Kauf ausprobieren?
Ja. Viele BEMER-Partner bieten unverbindliche Testanwendungen an. So können Sie beobachten, wie Ihr Hund oder Ihre Katze auf die Anwendung reagiert und gemeinsam entscheiden, ob sie in Ihrem individuellen Fall sinnvoll sein könnte.
Auf der folgenden Seite können Sie einen Ansprechpartner finden: Kontakt und Terminbuchung
7. Verwandte Themen

8. Ansprechpartner
Sie möchten wissen, ob BEMER für Ihren Hund oder Ihre Katze sinnvoll sein könnte?
Nicht jedes Tier profitiert gleichermaßen von denselben Maßnahmen. Deshalb besprechen wir zunächst die individuelle Situation Ihres Tieres – beispielsweise Alter, Diagnose, Medikamente und aktuelle Beschwerden.
Gerne können Sie Melanie Hohn unverbindlich kontaktieren. Häufig helfen bereits ein kurzes Video des Gangbildes oder einige Informationen zum bisherigen Verlauf dabei, die Situation besser einzuordnen. Gemeinsam besprechen wir anschließend, welche Möglichkeiten zur Unterstützung der Regeneration und Mikrozirkulation in Ihrem Fall sinnvoll sein können.
Unsere Themenwelten
Vitale-Pfoten.de informiert schwerpunktmäßig über die Gesundheit von Hunden und Katzen. Neben allgemeinen Informationen zu Erkrankungen, Regeneration und Prävention ordnen wir auch ergänzende Maßnahmen wie die BEMER Dog Line wissenschaftlich und praxisnah ein.
Da sich die Anforderungen von Hunden, Katzen, Pferden und Menschen deutlich unterscheiden, entstehen dafür eigene spezialisierte Informationsportale.
🐶 Hunde & Katzen
Informationen rund um die Gesundheit von Hund und Katze – von Arthrose über Regeneration bis hin zur Mikrozirkulation und ergänzenden Maßnahmen wie der BEMER Dog Line.
🐴 Pferde
FlotteHufe.de (im Aufbau)
Ein eigenständiges Informationsportal rund um Pferdegesundheit, Regeneration, Leistungsfähigkeit und den Einsatz der BEMER Horse Line.
👨⚕️ Menschliche Gesundheit & Lebensqualität
Lebensqualitaet-steigern.de (im Aufbau)
Informationen zur Mikrozirkulation, Regeneration, Prävention und den Einsatzmöglichkeiten der BEMER-Produkte für Menschen.
Unser Ziel
Jede Website konzentriert sich bewusst auf ihre jeweilige Zielgruppe. So finden Tierhalter und Menschen genau die Informationen, die für ihre individuelle Situation relevant sind – verständlich erklärt, wissenschaftlich eingeordnet und praxisnah aufbereitet.